Mit Sicherheit ab in die Ferien Drucken

Reise sicher planen und Sicherheit am Urlaubsort

Stau zum FerienbeginnDamit der Familienurlaub im Auto zur schönsten Zeit des Jahres wird, müsst Ihr Einiges beachten. Auch bei der Reise im eigenen Auto gilt: Eine Gute Planung hilft, dass Euer Urlaub mit kleinen Kindern erholsam und vor allem gefahrlos wird. Das solltet Ihr bereits bei der Wahl des Ferienziels beachten und auf jeden Fall gleich einen kurzen Sicherheitscheck am Urlaubsort mit einplanen,

empfiehlt auch Martina Abel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. in Bonn. (Foto: ©Uwe Steinbrich/www.pixelio.de)

Durch eine rechtzeitige Planung schützt Ihr euch vor bösen Überraschungen. Bereits wenn Ihr das Reisebüro ansteuert und die Ferienwohnung oder Euer Hotel buchen wollt, beachtet, dass die Anreise zum Ferienziel nicht allzu stressig wird. Die meisten Kinder reagieren sehr empfindlich auf Strapazen wie lange Fahrten mit dem Auto, Klimaveränderungen und auch das Thema Essen am Urlaubsort sollte Euch beschäftigen. Allein der Verzicht auf gewohnte Lebensmittel, kann bei Euren Kleinen Stress verursachen.

Ganz wichtig – der Besuch beim Kinderarzt: Informiert Euch schon vor Antritt der Reise über notwendige Impfungen – zum Beispiel Zeckenbisse und die damit verbundene Borreliose Gefahr. Überhaupt macht es Sinn alle Fragen zur medizinischen Vorsorge schon zuhause abzuklären.

Der zweite wichtige Punkt – der schon vor Reiseantritt geklärt werden sollte - wie sieht die medizinische Versorgung vor Ort aus? Falls es einen Notfall gibt, könnt Ihr so unnötige Hektik und Panik vermeiden.

Für Meer und Sonne und Abenteuer muss unbedingt Schutzbekleidung wie Fahrrad-Helm oder Schwimmflügel und Schwimmhilfen mit ins Gepäck. Bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke hilft Euch auf jeden Fall der Apotheker, oder Ihr fragt Euren Kinderarzt.

Die Hinreise gut planen und sicher ankommen

Plant unbedingt vorher schon regelmäßige Pausen ein. Auf keinen Fall solltet Ihr eure Kinder alleine im Wagen zurücklassen, auch nicht wenn Ihr nur mal kurz auf die Toilette müsst, denn im Sommer heizt sich das Auto ruck zuck auf. Damit Ihr auch während der Fahrt nicht allzu sehr schwitzen müsst, macht es Sinn, Sonnenrollos an den Seitenfenstern und im Heck zu befestigen. Bei großer Hitze solltet Ihr auch einen ausreichenden Vorrat an Getränken im Auto haben. Legt lieber einen Halt mehr ein als geplant, dass beruhigt nicht nur Eure Kinder es hilft auch dem Fahrer. Tpp: Ein paar Gymnastik oder Bewegungsspiele in Petto helfen Verspannungen zu lockern, und sind ganz wichtig um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Lieber ein paar Minuten länger an der Raststätte halten, als irgendwann im Straßengraben landen. Das Ihr euch alle während der gesamten Fahrt Anschnallen solltet, müssen wir glaube ich nicht erwähnen.

Sicherheitscheck Eure Ferienwohnung

Kinder Sicherheit im PoolZur Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hat einen Sicherheitscheck für Ferienwohnungen erarbeitet, damit Ihr schnell herausfinden könnt, wo Gefahren für Eure Kinder lauern. Sehr sinnvoll ist es, wenn Ihr euch vor Reiseantritt bereits reichlich Informationen über den Urlaubsort und die Ferienwohnung besorgt, damit Ihr Euch auf eventuelle Gefahrenquellen vorbereiten könnt. (Foto: ©110Stefan/www.pixelio.de)

Am Besten Ihr macht direkt nach der Ankunft einen Rundgang durch die Ferienwohnung und den Urlaubsort und beantwortet Euch folgende Fragen:

  • Wo sind gefährliche Geländer und Treppen, die eine Gefahr für Euer Kind bedeuten?
  • Wo kann sich Euer Kind einquetschen?
  • Liegen technische Geräte rum, die nichts für Kinderhände sind?
  • Haben die Steckdosen eine Kindersicherung?
  • Sind Pflanzen in Reichweite die giftig oder stachelig sind?
  • Wie sicher ist das Kinderbett?
  • Laufen Tiere frei herum, streunende Hunde oder Katzen?
  • Wie schnell ist der Swimmingpool für Eure Kinder zu erreichen?

Bitte beachtet in dem Zusammenhang immer, dass Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können, niemals ohne Aufsicht ins Wasser gehen sollten. Selbst im Planschbecken solltet Ihr kleine Kinder immer beaufsichtigen. Auch wenn nicht so viel Wasser im Becken ist, besteht die Gefahr des Ertrinkens, warnt Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG Mehr Sicherheit für Kinder in Bonn. „Um das Becken herum ist es oft glatt. Beim Toben können die Kinder daher leicht ausrutschen und ins Wasser fallen.“
Da bei kleinen Kindern der Körperschwerpunkt sehr hoch liegt, fallen sie häufig auf den Kopf, können mit dem Köpfchen unter Wasser geraten und im schlimmsten Fall können die Zwergnasen nicht mehr aus eigener Kraft wieder auftauchen.

Bei größeren Planschbecken oder Pools zieht Euren Kindern lieber Schwimmflügel an, auch wenn das noch keine hundertprozentige Sicherheit bietet. Grundsätzlich raten die Sicherheitsexperten von der BAG von Schwimmreifen ab, da Kinder leicht durch sie hindurch rutschen können. Und bevor die kleinen Racker nicht auf eigenen Füßen stehen und laufen können sollten sie gar nicht erst ins Planschbecken rein.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. http://www.kindersicherheit.de/

 
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